Bloß nicht seekrank werden
Seereisen in Europa und Deutschland legen an Beliebtheit immer mehr zu, und da kein Ende des Booms in Sicht zu sein scheint, legen auch die Reedereien mit Kreuzfahrtschiffen und noch mehr Betten nach. In der ersten Oktoberwoche 2011 wird die Kreuzfahrtindustrie auf internationaler Ebene in Hamburg zu einem Austausch zusammenkommen, die Teilnehmer sind sehr guter Dinge, denn das Geschäft boomt. 2010 haben erstmals mehr als fünf Millionen Europäer eine Kreuzfahrtbuchung durchgeführt. Auch die Deutschen sind mittlerweile große Fans der Meere.
1,6 Millionen deutsche Passagiere sind im Jahr 2010 mit Kreuzfahrtschiffen gereist, auf Hoher See befanden sich 1,2 Millionen – das entsprach einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und circa 430,000 Passagiere waren auf Flüssen unterwegs, auch dies bedeutete einen Anstieg der Gäste. Insgesamt sollen diese Zuwächse nach Berichten des Deutschen Reiseverbandes einen Umsatz von ungefähr 2,57 Milliarden Euro erzielt haben. Obwohl die Steigerungen schon jetzt beachtlich sind, rechnet die Reisebranche mit weiterem Wachstum, zusätzliche Schiffe werden in den Dienst gestellt, um der steigenden Nachfrage nachkommen zu können.
Die Reederei Costa Crociere aus Italien mit einer Deutschen Niederlassung in Hamburg baut im Winter eines ihrer Schiffe für 90 Millionen Euro um. 103 weitere Betten soll es danach geben, das Schiff ist für „Best Ager“, die Generation 50 plus ausgelegt. Neben den schon existierenden Schiffen, will die Firma speziellere Kunden-Segmente hinzufügen. Es ist erst neun Jahre her, als die Italiener erstmals auch an deutschen Häfen anlegten. Damals hatte die „Costa Marina“ 720 Betten. Die Schiffe bieten heutzutage oft schon über 10.000 Betten an. Pauschaltourismus als Erfolgsrezept.

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